Die Kampagne “Women Rise Up For Afrin” wurde am 8. Februar 2018 gegründet. In dieser Zeit attackierte die Türkei und ihre dschihadistischen Stellvertreter den Afrin Canton, eine friedliche Region im Norden Syriens, seit über einem Monat. Die Invasion bedrohte nicht nur den Pluralismus und die Demokratie in Nordsyrien, sondern auch die Freiheit der Frauen überall.

“Women Rise Up For Afrin” war ein Aufruf an die Frauen auf der ganzen Welt, der als Antwort auf die Invasion ausgesprochen wurde, und ein Ruf um Solidarität mit den Frauen in Nordsyrien, die gegen Besatzung und Terror kämpfen. Vor der türkischen Invasion spielten die Frauen Afrins in allen Lebensbereichen eine Schlüsselrolle. Sie verteidigten Nordsyrien als Mitglieder der YPJ –  wie Arin Mirkan, Heldin der Schlacht von Kobani, stammte aus Afrin. Die Frauen hatten gleiche Rollen in der Politik – per Gesetz, wie in ganz Nordsyrien, musste jedes gewählte Organ mindestens 40% Frauen umfassen. Sie waren gleichermaßen an der Wirtschaft beteiligt, da Afrin sich gegen feindliche Nachbarn als autark auskämpfte.

Afrins Frauen bauten eine pluralistische und demokratische Gesellschaft für alle auf. Als sie um die Verteidigung ihres Landes kämpften, kämpften sie auch für die Frauenrevolution, die Millionen von Leben verändert hat – aber der Kampf wurde von der sogenannten „internationalen Gemeinschaft“ ignoriert und sie baten um ernsthafte Solidarität und Unterstützung von Frauen überall.

Heute, während die türkischen Besatzungstruppen Frauen entführen, vergewaltigen und foltern, zwingen sie religiöse Minderheiten zum Islam, beben landwirtschaftliches Land nieder, das Einheimische jahrhundertelang kultiviert und entwickelt hatten, und zerstören nicht türkische und nicht islamische Kultur. Die Frauen Afrins widersetzen sich weiterhin dem Faschismus und verteidigen ihre Bevölkerung – in Flüchtlingslagern in Shahba – Berxwedan Camp (2.865 Menschen), Serdem Camp (2.931) und Afrin Camp (428). Dort haben sie Schulen und Krankenhäuser organisiert, dass Kinder weiterhin eine Ausbildung erhalten und medizinische Patienten behandelt werden können.